Stellungnahme EHEC durch „Sprossen von Bockshorn“ – ist Bockshornklee gemeint?
Seit dem 10. Juni wußten die Bundesoberbehörden, daß der aktuelle EHEC-Ausbruch über Sprossen (Keimlinge) verbreitet worden ist. Die Nachrichtenagentur dpa lieferte am 13. Juni weitere Informationen und zitierte dabei die niedersächsische Gesundheitsministerin mit den Worten, daß „fünf erkrankte oder positiv getestete Mitarbeiterinnen des Betriebes im niedersächsischen Bienenbüttel bevorzugt Sprossen von Brokkoli, Knoblauch und Bockshorn gegessen“ hätten. Tatsächlich gibt es aber nur Sprossen aus Bockshornklee-Samen (die Pflanze selbst heißt Bockshornklee – Trigonella foenum-graecum). Wir hoffen, daß diese sprachliche Ungenauigkeit keine mangelhafte Expertise in grundlegenden medizinischen, botanischen oder ernährungswissenschaftlichen Tatsachen bei den Gesundheitsexperten von niedersächsischen Behörden zum Ausdruck bringt. Das Gesundheitsministerium in Hannover jedenfalls korrigierte in der Zwischenzeit den sprachlichen Lapsus.
Da wir als Hersteller von Bockshornklee-Produkten durch Medien-Warnungen vor „Bockshorn“ oder hieraus hergestellten Sprossen nicht mit dem Risiko einer EHEC-Infektionsmöglichkeit in Verbindung gebracht werden möchten, geben wir die folgende Stellungnahme ab:
1. Die von uns verabeiteten Bockshornklee-Samen (Semen Foenugraeci, Semen Trigonellae) stammen definitiv nicht aus Ägypten.
2. Alle Ausgangsstoffe zur Herstellung unserer Produkte, so auch der bei uns verarbeitete Bockshornklee-Samen, werden bereits vor ihrer Verarbeitung mikrobiologisch untersucht, so daß nur einwandfreie und somit unbedenkliche Ware verarbeitet wird.
3. Die von uns für Bockshornklee-Produkte zum Einnehmen eingesetzten Bockshornkleesamen werden im Rahmen ihrer Aktivierung einer thermischen Behandlung unterzogen und erfüllen danach auch höchste Hygieneanforderungen. Nach unserem Wissen sind wir die ersten, die dieses thermische Aktivierungsverfahren eingeführt haben – und möglicherweise sogar bis heute die einzigen, die es anwenden (selbst wenn von Trittbrettfahrern ebenfalls Bezeichnungen wie „aktiv“ oder „aktiviert“ mißbräuchlich benutzt werden, ohne daß klar ist, was damit gemeint sein soll).
Aus aktuellem Anlaß und weil Bockshornklee traditionell innerlich zur Förderung von Haarwuchs, zur allgemeinen körperlichen Stärkung oder zur Förderung der Milchbildung bei stillenden Müttern angewendet wird sowie äußerlich als Auflage bei Migräne, rheumatischen Beschwerden oder Gelenkschwellungen, Bronchitis oder Fußpilz, sprechen wir an dieser Stelle eine deutliche Entwarnung aus:
Verbraucherinnen und Verbraucher, die unsere Bockshornklee-Produkte anwenden, brauchen sich – egal wie verwirrend die aktuelle Medien-Berichterstattung ist – keinerlei Sorgen zu machen und können die Einnahme oder die äußere Anwendung unserer Produkte wie gewohnt fortsetzen. Die von uns verarbeiteten Bockshornkleesamen stammen definitiv nicht aus Ägypten. Sie werden vor der Verarbeitung mikrobiologisch untersucht und - bei den Produkten zur Einnahme - einer thermischen Behandlung unterzogen. Damit werden von uns höchste Hygieneanforderungen an diesen Naturstoff und bei seiner Verarbeitung erfüllt.
gez. Dr. G. Pandalis