Prof. Stephan Ludwig, Direktor des Instituts für Molekulare Virologie,
Universitätsklinikum Münster, Von-Esmarch-Straße 56, 48149 Münster
Oktober 2007
Wirkmechanismus CYSTUS 052
CYSTUS052 blockiert die Grippevirus Infektion
Neuste virologische Untersuchungen zeigen, dass die an ein neues Grippemittel gestellten Anforderungen von CYSTUS052 erfüllt werden. CYSTUS052 ist ein Pflanzenextrakt einer speziellen Varietät der grau behaarten Zistrose (Cistus incanus), der eine überraschend starke anti-Influenza Virus Aktivität gegen humane und aviäre Influenza Viren in Zellkultur zeigt, ohne mit den menschlichen Zellen pharmakologisch zu interagieren und daher auch keine Wirkung auf die gesunden Zellen hat. CYSTUS052 ist auf physikalischem Wege antiviral gegen H5N1 Vogelgrippeviren und der Extrakt wurde auch erfolgreich bei Mäusen getestet.
Der Wirkmechanismus von CYSTUS052 ist für ein Grippeschutzmittel vollkommen neu und bislang in dieser Form noch nicht bekannt. Während die derzeit zur Verfügung stehenden anti-Influenza Medikamente systemisch direkt virale Proteine angreifen und eine primäre Infektion von Zellen nicht verhindern können, hat CYSTUS052 die Eigenschaft, durch chemisch/physikalische Interaktionen das Virus unspezifisch im Vorfeld zu blockieren und damit das „Anheften“ und die daraus dann folgende Infektion von Zellen zu verhindern. Grund hierfür sind die in CYSTUS052 enthaltenen hochpolymeren Polyphenole, die das virale Pathogen durch physikalische und reversible Interaktion mit Proteinen an der Virusoberfläche davonabhalten, sich an die Zielzellen binden zu können. Einem solchen unspezifisch physikalischen Angriff kann sich das Virus nicht durch Mutation seiner Oberflächenprotein-Gene entziehen. Entsprechend zeigt sich, dass CYSTUS052 wie alle physikalisch wirkenden Medizinprodukte nicht zur Bildung von resistenten Varianten neigt.
Die Wirkungsweise ist also nicht pharmakologisch sondern beruht auf unspezifischen physikalischen Wechselwirkungen, deren Erfolg auch für andere Viren gezeigt werden konnte. Pathogene Viren (z.B. humane Influenza Viren, Vogelgrippe-Viren, humane Schnupfenviren) werden somit am Eindringen in die Wirtszelle des Organismus gehindert.
Legende für die Abbildungen:
CYSTUS052 blockiert das Binden der Viruspartikel an die Zelloberfläche
Grippeviren binden mit dem Oberflächenprotein Hämagglutinin an die Zelloberfläche (Abbildung A), was schließlich zur Aufnahme der Partikel in die infizierte Zelle und zur Vermehrung führt.
Die in CYSTUS052 enthaltenen hochpolymeren Polyphenole binden unspezifisch an die Virusoberfläche und behindern so die Bindungsfähigkeit des Hämagglutinin an die Zellmembran (Abbildung B). Die Zellen selbst werden von CYSTUS052 nicht in ihrem Stoffwechsel oder ihrer Lebensfähigkeit beeinflusst. Damit ist CYSTUS052 das erste Mittel, das die Anbindung der Viren an die Zellen und die daraus folgende Infektion verhindert

