Coronavirus und Griechenlandpolitik zeigen unser häßliches Europa

Das neu entdeckte Coronavirus SARS-CoV-2 ist ein Erkältungsvirus: Es wird via Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen, ruft bei vielen Infizierten kaum oder gar keine Symptome hervor und wird vom Immunsystem abgewehrt – denn dafür ist es da.

Genauso wie bei anderen Viruserkrankungen gibt es auch wenige schwere Verläufe, die dieselben Menschen betreffen können wie bisher. All das ist nichts „Neuartiges“, sondern kommt ununterbrochen vor und ist auch für die aktuelle Situation seit mehreren Wochen klar. In den Worten des ersten Patienten, bei dem das Virus in Deutschland gefunden wurde und der längst wieder auf freiem Fuß ist: „Mir ging es eigentlich auch nie schlecht.“ [1] Es gibt keinen Grund für eine Panikmache, wie wir sie derzeit erleben. Wer Cystus® kennt, macht sich ohnehin kaum Sorgen.

Leider auch nicht neuartig, sondern nur zu gut bekannt ist die häßliche Fratze Europas, die schon Albert Camus beklagte. In der herbeigeredeten Corona-Krise erkennen wir sie genauso wie am Umgang mit Griechenland, wo unverschuldetes Elend Wirklichkeit ist. Das kleine Land am Rande der EU muß wieder als Sündenbock für die menschenverachtende Politik Zentraleuropas dienen.

 Wer Angst vorm Virus hat, kann aber über nichts anderes mehr nachdenken. Die medial befeuerte Corona-Hysterie mit Newstickern, Sondersendungen, Expertenmeinungen und reich illustrierten Darstellungen treibt derweil ausgewählte Börsenkurse in die Höhe: Aktien internationaler Pharmaunternehmen und Staatsanleihen sind der virale Renner. [2] Nichts füllt klamme Kassen besser als eine wirksam inszenierte Pseudokrise. Den Geldsegen verteilt der Staat gerne an die krisengebeutelte Großindustrie, die ihre Absätze gefährdet sieht (man sorgt vor für die Zeit nach dem Mandat, das gehört zum guten politischen Ton). Im Fahrwasser der Corona-Hysterie rühren findige Raffzähne gleich noch die Werbetrommel für die Grippeimpfung und Cystus®-Plagiate.* Eine „Win-win-win-Situation“ für Staat, Großkonzerne und Trittbrettfahrer.

 Verlierer sind die ganz normalen Menschen: Künstlich erzeugte Angst unterdrückt die natürliche Immunantwort. An das Medienzeitalter sind wir evolutionär nicht angepaßt.

[1] Erster bayerischer Corona-Patient ist wieder ganz gesund – Exklusivinterview. Bayern 1 vom 28.02.20. https://www.br.de/radio/bayern1/coronavirus-in-bayern-100.html

[2] Der schnellste Börseneinbruch seit fast 100 Jahren. SZ vom 28.02.20. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/corona-virus-aktien-krise-1.4824956

* Ein Tip, damit niemand in die Plagiate-Falle mit unerforschten und fragwürdigen Pflanzen gerät: An „Cystus 052®“ oder „Pandalis“ erkennt man das Original aus Cistus × incanus L. Pandalis mit seinen in Erfahrung und Studien belegten Eigenschaften.
   

 

Zu unserer gestrigen Nachricht erreichte uns ein ganz besonderer Leserbrief, der uns aus dem Herzen spricht und den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Wir befinden uns in einer unfaßbaren Lage: An den Grenzen der EU spielt sich eine hausgemachte Katastrophe ab, während sich die Menschen hierzulande im Wohlstand suhlen, sich um ihr Grillfleisch sorgen, und so weltbewegenden Fragen nachhängen, ob man „zu Zeiten von Corona“ noch auf Kreuzfahrt gehen kann und wann man das nächste Brunchen nachholen kann. Zum Glück sind längst nicht alle Menschen so, wie der Leserbrief beweist:

Europas Schande...

Schaut zu den Grenzen, welche Dramen sich dort im Moment  wieder einmal abspielen.

So gehen wir mit Menschen um, Menschen auf der Flucht vor Krieg, Not und Elend.

Seit 2015 haben wir scheinbar nichts gelernt und einem Erdogan die Verantwortung zugeschoben.

Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde der Auschwitzbefreiung gedacht und wie immer wurde gefragt, wie konnte es dazu nur kommen, wie konnte das geschehen?

Wie scheinheilig ist das und in Jahren und Jahrzehnten wird man wieder fragen, wie konnte das Flüchtlingsdrama geschehen, wie konnte das nur passieren?

Schaut hin, schaut genau hin, wie Menschen an den Grenzen entmenschlicht werden. Schaut diesmal genau hin...

Deutschland kann und muss helfen, wir haben die Kapazitäten dazu.

Es ist einfach nur erbärmlich, wie Politik jetzt reagiert bzw. nicht reagiert.

Man überschlägt sich förmlich mit Allgemeinplätzen, dass die Grenzen geschützt werden müssen und geschlossen bleiben, angefangen von CSU Weber, über von der Leyen,  Merkel, Merz & Co, Politikern aller Couleur.

Und auch die Grünen geben nur ein zögerliches Statement ab.

Es gilt in 2021 eine Wahl zu gewinnen oder zu verlieren, was zählt da schon ein Mensch, ein Flüchtlingskind, das hungernd und frierend an der Grenze weint.

Was wird dieses Kind denken, wenn es erwachsen ist, wenn es überhaupt die Chance bekommt aufzuwachsen und in Freiheit zu leben?

Man muss nicht Mutter sein,  um zu verstehen was diesen Kindern angetan wird.

Meine Schwester hat an der Hand unserer Mutter den großen Flüchtlingstreck von Ostpreußen mitgemacht, im kältesten Winter den das damals gab.

Hier angekommen, Mutter mit zwei linken Schuhen, ging sie mit meiner Schwester zu Fuß von Siegburg nach Blankenberg hamstern, die Ausbeute war oft genug mager - zwei, drei Kartoffel. Vater aus der Gefangenschaft gekommen, klammerte sich wie viele andere Männer von außen an Züge, um aufs Land zu gelangen, auf den Feldern nach Essbarem zu suchen und wie oft hat man Hunde auf ihn gehetzt.

Warum wiederholt sich das nur immer wieder? Sind wir wirklich nicht lernfähig?

Man sagt nicht umsonst - wer Wind sät wird Sturm ernten.

Es könnte einmal sehr stürmsch werden; denn einige Kinder werden nicht vergessen, dass wir sie verraten haben.

Ich schäme mich, dass wir wieder einmal zuschauen, zuschauen, was uns der Fernseher ins Haus bringt, vll mit einem Teller auf den Knie und einem dicken Wurstbrot darauf und alles schrecklich finden.

Aber, das allein reicht nicht.

Mensch sein heißt auch Verantwortung zu übernehmen und zu tragen.

Rosemarie Dammann