Homöopathie-Skeptiker im Schulterschluss mit der Pharmaindustrie

Wir produzieren kein einziges homöopathisches Präparat, jedoch veranlaßt uns eine aktuelle Meldung, für unsere Kollegen aus der Homöopathie eine Lanze zu brechen. Kein „Außenseiter-Verfahren“ hat so bedeutende Beiträge zu unserer naturwissenschaftlich orientierten Schulmedizin geliefert wie die vor rund 200 Jahren begründete Homöopathie. Kaum ein Verfahren der Komplementär- und Alternativmedizin (KAM) erfährt aber auch von Anfang an derartig überbordend bösartige, verleumderische, aggressive oder ignorante Widerstände wie die Homöopathie. Wenn verschiedenste Skeptiker-Gruppen immer wieder gegen diese bewährte Schule der Medizin hetzen, zum Beispiel 2011 mit einem kollektiven „Überdosierungsversuch“ mit homöopathischen Arzneimitteln (http://www.1023.org.uk), entlarven sie sich oft als kleingeistige Rechthaber-Ideologen, deren Argumente mit wissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweise wenig zu tun haben.

Glandorf.  Die Ideologie der Homöopathie-Skeptiker ist einfach zu durchschauen: Im Wesentlichen ist es eine engstirnig-kleinbürgerliche Angst vor dem Unbekannten, vor dem Unverstandenen in dieser Welt (plattdeutsch: „Wat de Buer nich kennt, fret he nich!“). Gepaart mit dem Versuch, aus den Methoden der modernen Naturwissenschaft eine Ersatzreligion zu zimmern, in der aktuelle wissenschaftliche Einsichten und temporäre Theorien wieder zu ewig gültigen Glaubensinhalten verbogen werden. Diese neue Religion wird dann von dem kleinen eingeweihten Kreis der wahrhaft Gläubigen mit Zähnen und Klauen verteidigt.

Die hinsichtlich der Homöopathie häufigste Skeptiker-Forderung ist: „Beweist mit den gleichen Methoden die Wirksamkeit und Unschädlichkeit eurer Mittel wie es die Schulmedizin derzeit tut“. Wie oben angedeutet: Der methodische Ansatz der Arzneimittelprüfung wurde von Samuel Hahnemann, dem Entwickler der Homöopathie, schon vor rund 200 Jahren entworfen, um verlässliche Aussagen über Wirkungen und Nebenwirkungen von Arzneimitteln zu gewinnen. Die Schulmedizin hat diesen Ansatz lediglich mit umfänglichen Zell- und Tierversuchs-Experimentalreihen ergänzt, dafür aber Arzneimittelprüfungen an gesunden Menschen fast völlig gestrichen. Insgesamt spielt vor dem Hintergrund der Normierung des Menschen die Individualität der Kranken und ihrer Behandlung keine Rolle („enthumanisierte Hightech-Medizin“).

Für die Homöopathie ist all dies inakzeptabel. Schließlich ist die gewissenhafte und weitreichende Individualisierung von homöopathischer Anamnese, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge unverzichtbar für „klassische Homöopathen. Nicht-individualisierte, allein symptomatisch-wirkungsbezogene homöopathische Komplexmittel auf dem Arzneimittelmarkt sind Produkte pharmazeutischer Hersteller, die mit der klassischen Homöopathie – außer dem Namen – nicht viel gemein haben.

Die kompromisslos individualisierende Methodik der Homöopathie macht deutlich, dass sich die aktuell zur Zulassung von Arzneimittel geforderten Wirksamkeitsnachweis-Methoden nicht für den Nachweis der Wirksamkeit klassischer Homöopathie eignen. Egal, ob sich die Wirkungsweise der homöopathischen Heilmittel mit unserem beschränkten naturwissenschaftlichen Verfahren jemals beweisen lassen wird, ihre Erfolge sind unbestreitbar. Sie hat sich seit ihrer Einführung vor 200 Jahren in nahezu alle Länder der Welt ausgebreitet. Und Hunderte von Millionen Menschen weltweit nehmen bei Erkrankungen jeder Art homöopathisch-medizinische Behandlung in Anspruch.

Wir plädieren daher eindrücklich dafür, sich aus den sinnlosen Graben-Kämpfen mit den Homöopathie- oder Naturmedizin-Skeptikern zurückzuziehen. Und sich – alternativ – eher mit anderen Vertreter der Naturmedizin zu beratschlagen, wie der Rückhalt der Naturmedizin in der Bevölkerung gestärkt werden kann.

Unternehmensgruppe Dr. Pandalis
Glandorf, Juli 2014