Mit der Zistrose gegen Borreliose?

Kommt der Frühling, steigt die Infektionsgefahr durch Zecken.

Die Zeckenangst vieler Menschen führt oft zu unüberlegten Therapieversuchen. Alljährlich gehört dazu der in Medien verbreitete Vorschlag, Folgeerkrankungen von Zeckenbissen mit Zubereitungen aus der Zistrose (Cistus incanus) zu begegnen. Als das deutschlandweit führende Unternehmen im Bereich der wissenschaftlichen Forschung zu Cistus incanus verfügen wir über einen reichen Erfahrungsschatz mit diversen Produkten aus dem Cistus incanus-Extrakt, die wir seit vielen Jahren vertreiben. Von einer derartigen Nutzung des Extraktes können wir nur abraten. Ob Cistus incanus bei einer bereits bestehenden Borreliose oder einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) helfen kann, darüber gibt es bisher keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es gilt heute umso mehr, was die Selbsthilfe-Organisation Bundesverband Zecken-Krankheiten e.V. (BZK) im Jahr 2007 als Merkblatt veröffentlicht hat, um vor Trittbrettfahrern und dubiosen Händlern zu warnen. Das Merkblatt finden Sie hier: Die Zistrose – ein neues Wundermittel?

Dr. Pandalis Urheimische Medizin GmbH und Co. KG
Glandorf, April 2018

Anmerkung: Der im BZK-Merkblatt auf Seite 2 erwähnte Link zur Bescheinigung über die Erteilung des gemeinschaftlichen Sortenschutzes für Cistus incanus L. Pandalis ist mittlerweile veraltetet, sie finden das Dokument jetzt hier.