Trojanische Pferde verbreiten Grippe

Schluckt Ihr Bürokollege oder Ihr Partner beim Anflug einer Grippe gerne mal eine Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen oder handelsübliche Erkältungs-Kombipräparate?

Dann halten Sie sich von ihm fern, denn er ist ein optimaler Brutkasten für Viren. Laut einer kanadischen Studie könnten 5% der Grippefälle im Zuge einer Pandemie auf Fiebersenker zurückzuführen sein. Fieber ist nämlich eine normale körperliche Reaktion auf den Angriff von Krankheitserregern und dämmt deren Vermehrung in unserem Körper ein. Dadurch gewinnt unser Immunsystem Zeit für ihre Bekämpfung. Fiebersenkende Mittel lassen uns also zwar einen kühleren Kopf bewahren, treiben aber einerseits unsere eigene Erkrankung voran und machen uns gleichzeitig zur getarnten Virenschleuder, wenn wir mit unterdrückten Grippesymptomen in die Stadt oder zur Arbeit gehen. Ähnliches gilt übrigens für die Grippeimpfung. Der vermeintliche „Herdenschutz“ bei großflächiger Durchimpfung der Bevölkerung ist laut einer neuen Studie nicht gegeben: Influenza-Impfungen beim Pflegepersonal schützten die über 60-jährigen Pflegeheim-Bewohner nicht vor Ansteckung mit Influenza. Laufen wir also nicht als trojanische Pferde herum! Schützen wir uns und andere lieber effektiv mit einem speziellen, bewährten Pflanzenextrakt ...

Quelle
• Earn D et al., Proceedings of the Royal Society B 2013; Thomas RE et al. Cochrane Database Syst Rev. 2013.