Daß die Inhaltsstoffe einer Pflanze maßgeblich von der Umgebung abhängen, in der sie wächst, ist bekannt. Deshalb ist Zistrose auch nicht gleich Zistrose – auch wenn es Mitbewerber gibt, die genau das suggerieren. Inzwischen gibt es auf dem Markt eine wachsende Anzahl von Plagiaten, die den Anschein erwecken, es handele sich um ein hochwertiges Zistrose-Präparat. Dabei sind in diesen Produkten außer Zistrose unklarer Provenienz auch Zusatzstoffe wie Zitronensäure, Aromen und Acesulfam K (Süßstoff) enthalten – Substanzen also, die auf keinen Fall in ein hochwertiges Naturprodukt gehören.
Wir können verstehen, daß die Zistrose mit ihren einzigartigen Fähigkeiten große Begehrlichkeiten weckt. Doch wer seinen Kunden ein ehrliches Produkt anbieten will, kommt nicht umhin, Geld in die Hand zu nehmen und in eigene Forschung zu investieren. Doch davon sind diejenigen, die aus der Zistrose möglichst viel Kapital schlagen wollen, weit entfernt. So gibt es weltweit nach wie vor nur eine Zistrosenvarietät, die intensiv erforscht und sortenrechtlich geschützt ist. Und das ist die von uns verwendete Zistrosenvarietät Cistus incanus L. Pandalis. Welches Wirkpotential in anderen Zistrosearten steckt, ist also nach wie vor unklar. Umso ärgerlicher, daß sich unseriöse Geschäftemacher weiterhin ungestraft mit fremden Federn schmücken können und ahnungslose Verbraucher über den Tisch ziehen.