Ein steriles Leben ist nicht gesund

In unserer materialistischen Welt verschwinden Keime immer mehr aus unserem Umfeld – sterile Sauberkeit und Keimfreiheit sind oberstes Gebot. Doch Keime sind keine Feinde, sondern Lehrer für das Immunsystem. Wer penibel sauber lebt, beraubt seinen Körper des wichtigen Trainings: Statt zu lernen, gefährliche von harmlosen Keimen zu unterscheiden, reagiert das Immunsystem über – Allergien, Asthma und Neurodermitis nehmen zu (1). Auch unsere Ernährung bleibt nicht unberührt: Stark verarbeitete, sterile, konservierte und oft in Plastik verpackte Nahrungsmittel sind Alltag. Das ist nicht nur für die Umwelt schädlich. Studien zeigen, daß die enthaltenen Zusatzstoffe das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen können (2).

Daß dagegen ein gewisses Maß an Keimen nützlich ist, belegt eine finnische Studie: Kinder, die wieder Kontakt mit Erde, Pflanzen und Moos hatten, entwickelten mehr nützliche Mikroben und T-Regulatorzellen und erhielten damit eine natürliche „Impfung“ gegen Allergien (3). Auch milde Erkältungen in der Kindheit trainieren das Immunsystem und schützen vor chronischen Erkrankungen (4).

Übermäßige Sterilität, etwa durch Schutzmasken, die derzeit ständig optimiert werden, ist ebenfalls kontraproduktiv (5,6). Aus urheimischer Sicht bleibt die effektivste „Maske“: Abstand halten, Schleimhäute mit Cystus Pandalis® schützen und dem Immunsystem sein Training durch Mikroben lassen.

 

 

Quellen:

(1) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4617537/

(2) Deutsche Apotheker Zeitung, 2026, Nr. 4, S. 50, "Keimfreiheit fördert Diabetes"

(3) https://www.infosperber.ch/gesundheit/public-health/mikroben-im-matsch-vielfalt-staerkt-kindliches-immunsystem/

(4) https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/das_mikrobiom_reguliert_die_fitness_des_immunsystems

(5) Deutsche Apotheker Zeitung, 2026, Nr. 4, S. 52 , "Weiterentwickelt, wenig akzeptiert"

(6) https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD006207.pub6/full/de?s=08